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Hypnose und Hypnosetherapie bei Zwangsstörungen





Hypnose und Hypnosetherapie bei Zwangsstörungen
Zwangsstörungen und Zwangsneurosen  -  Leben in der Endlosschleife

Die einen können es nicht lassen, Treppenstufen oder die vorbeifahrenden Autos zu zählen, andere versuchen jede Berührung mit fremden Menschen zu vermeiden oder können nicht aus ihrem geradezu pedantischen Ordnungssystem ausbrechen. Das Spektrum der verschiedenen Zwangsstörungen ist sehr groß und reicht vom ausufernden Waschzwang über einen ausgeprägten Kontrollzwang bis zum Nägelkauen.

Jeder Mensch ist bestimmten Alltagszwängen unterworfen. Wochentags müssen die meisten von uns zu einer bestimmten Zeit Aufstehen, auch die tägliche Körperhygiene wie das regelmäßige Duschen und das Wechseln der Kleidung sind ganz normale Alltagszwänge, die für das tägliche Leben unerlässlich sind. Mitunter können eine ganze Reihe harmloser Hobbys an eine Zwangsstörung erinnern. Viele Menschen sammeln leidenschaftlich Glasvasen, Blumentöpfe, Briefmarken, oder Bierdeckel. Wo hört dabei die normale Sammelleidenschaft auf und fängt der so genannte Sammelzwang an?

Der Übergang ist meist fließend, generell gilt aber: Je stärker das zwanghafte Verhalten von dem sonst üblichen Verhalten abweicht und je mehr es den Betroffenen in seinem alltäglichen Leben behindert und einengt, um so eher wird man von einer Störung oder Erkrankung sprechen.
Zwangsstörungen kommen in der Bevölkerung immer häufiger vor. Es wird vermutet, dass Stress die Anfälligkeit steigert und Zwangsstörungen eine der modernen Zivilisationskrankheiten sind. Der Übergang von einer leichten Zwangsstörung bis zu einer schweren Zwangsneurose ist fließend, dabei sind jedoch nicht die Inhalte das wesentliche Unterscheidungsmerkmal für die Schwere der Störung, sondern deren Intensität und das Angstpotential.

Den Betroffenen ist es oft peinlich, über ihre Probleme zu sprechen. Sie versuchen, ihre Erkrankung zu verdecken, weil sie sich selbst nicht rational erklären können, wie es zu diesem unglaublich starken inneren Drang kommt. Zwänge sind eine große Belastung für die Betroffenen, es ist für sie schwierig, sich über ihren jeweiligen Zwang hinwegzusetzen. Gelingt ihnen das doch, ist dies zumeist mit äußerst unangenehmen Gefühlen verbunden.

Es gibt Auswege

Die Hypnosetherapie bietet ein breit gefächertes Spektrum an Anwendungen, die Ihnen helfen, wieder einen inneren Ausgleich zu finden und den Druck der Zwangserkrankung zu mindern bzw. sogar zu beseitigen.

Einer der hypnotherapeutischen Behandlungsansätze sieht die Ursache der Zwangsstörungen in der Abspaltung eines bestimmten emotionalen Teils bei den Betroffenen. Dieser beschädigte, separierte emotionale Inhalt liegt meist außerhalb der Reichweite des Bewusstseins. Im Trancezustand, der durch die Hypnose erzeugt wird, können diese Inhalte ermittelt und transparent gemacht werden, um den abgespaltenen Teil der Persönlichkeit wieder einzugliedern.

Einem wiederholten Auftreten der Zwangsstörungen wird vorgebeugt, indem dem Patienten die Ursachen verständlich gemacht werden. Damit wird dem Betroffenen eine Neuorientierung ermöglicht.