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Dipl.-Med. Karin Bartoll, Stollberger Str. 75, 09119 Chemnitz, Tel. 03 71 / 30 55 41
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| Weitere Fragen zur Hypnose |
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Ist Hypnotherapie ein Wundermittel oder Hokuspokus?
Laut dem "Forschungsgutachten der Bundesregierung zur Psychotherapie" aus dem Jahre 1991 gehört die Hypnose zu den fünf erfolgreichsten Therapieverfahren.
Am besten sind die positiven Effekte in der Behandlung von Ängsten und psychosomatischen Störungen, sowie akuten und chronischen Schmerzen, einschließlich Krebsschmerzen, gesichert.
Hypnose wurde als Schmerzbewältigungsverfahren von der NIH-Consensus Task Force in den USA anerkannt. Im Rahmen einer beweisgesicherten Studie (evidence based medicine) erfüllt die
Hypnose die höchsten Wirksamkeitskriterien bei akuten Schmerzen und in der Behandlung postoperativer Komplikationen.
Bei manchen Menschen gibt es bezüglich der Hypnose eine unrealistische Erwartungshaltung. Sie hoffen, dass teilweise langjährige und schwierige Probleme durch eine
Hypnosesitzung plötzlich verschwinden können und dass sie selbst nichts zum Therapieerfolg beitragen müssen. Wie auch bei jeder anderen Behandlung ist für den
Therapieerfolg die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Eigenaktivität des Patienten mitentscheidend. Ein verantwortungsvoller Hypnosetherapeut wird mit dem Patienten / Klienten
ein eingehendes vorbereitendes Gespräch führen, um gemeinsam die Ziele zu erarbeiten, die durch die Hypnose erreicht werden sollen.
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Bedeutet Hypnose willenlose Fremdbestimmung?
Die moderne Hypnose sieht den Patienten als Kooperationspartner und aktiven Gestalter seiner Trance-Prozesse. Es geht keinesfalls darum, den Klienten zu
manipulieren, sondern ihm Möglichkeiten zu eröffnen, latente Fähigkeiten nutzbar zu machen.
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Kann ich nach der Hypnose Auto fahren?
Ja. Nach der Hypnosesitzung sind Sie wieder völlig wach, Sie haben einen klaren Kopf, können sich konzentrieren und auch das Autofahren ist völlig unproblematisch.
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Was ist Blitzhypnose?
Die Blitzhypnose oder auch Schnellhypnose ist eine Hypnosetechnik, die dazu dient, einen Klienten möglichst schnell und effektiv in Trance zu bringen.
Um die Blitzhypnose hat sich in den letzten Jahren ein wahrer Mythos gebildet, da es fast unglaublich erscheint, einen Menschen in zwei bis drei Sekunden in
Hypnose zu versetzen. Die Blitzhypnose findet jedoch in der Hypnosetherapie keine Anwendung.
Es gibt verschiedene Arten der Blitzhypnose. Alle haben gemeinsam, dass sie Mechanismen nutzen, die auf natürlichen Reflexen des Menschen beruhen.
Natürliche Reflexe, die das Bewusstsein vor Überlastung bewahren, indem sie eine Art Auszeit - die Trance - hervorrufen. Fast jeder kennt Situationen,
in denen so viele Eindrücke auf ihn einprasseln, dass er eine Auszeit braucht. Ein paar Momente Pause, in denen er einfach ins Leere blickt. Grund dafür
ist vielleicht, dass Sie so viele Informationen aufgenommen haben, dass Ihr Gehirn eine kleine Auszeit benötigt, um all das zu verarbeiten.
Genau an dieser Stelle setzt auch ein Hypnotiseur an, wenn er die Blitzhypnose anwendet. Er versucht, das Bewusstsein seines Gegenübers für einen Moment zu
irritieren. Er lässt Dinge geschehen, die vielleicht so ungewöhnlich sind, dass der Proband Schwierigkeiten hat, diese auf die Schnelle aufzunehmen und zu verarbeiten.
Keine schlimmen Dinge, vielleicht nur kleine Bewegungen oder Abläufe, die man auf diese Weise nicht gewohnt ist. Gerade genug, um beim Probanden eine
kleine Irritation herbeizuführen. Durch diese kleine Irritation ist das Unterbewusstsein offen für Suggestionen und die einfache Aufforderung "Schlaf!" genügt oft
schon, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Haben Sie das Gefühl, so etwas funktioniert bei Ihnen nicht? Vielleicht haben Sie ja Recht, denn die Blitzhypnose funktioniert tatsächlich nicht bei allen Menschen.
Es gibt ungefähr fünf grundsätzliche Arten der Blitzhypnose, die sich in unzähligen Varianten abwandeln lassen. Manche Menschen sprechen auf alle Arten an,
manche nur auf ein oder zwei und einige Personen reagieren überhaupt nicht auf die Blitzhypnose.
Prozentual ausgedrückt kann man sagen, dass ca. 90% aller Menschen in irgendeiner Form auf eine der Blitzhypnose-Techniken ansprechen. Davon sprechen etwa 50%
besonders gut an, bei 20% funktionieren nur 2-3 Techniken und bei weiteren 20% schlägt nur eine Technik an. Lediglich 10% aller Personen reagieren überhaupt nicht
auf die Blitzhypnose.
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Was passiert, wenn der Hypnotiseur ohnmächtig wird oder ihn der Schlag trifft?
Keine Angst, Sie finden aus der Hypnose auf jeden Fall immer wieder zurück, mit oder ohne Unterstützung des Hypnotiseurs. In diesem Fall kann es lediglich
passieren, dass der hypnotische Zustand in einen echten Schlaf übergeht, aus dem Sie nach einiger Zeit erfrischt und munter wieder erwachen.
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Kann ein Hypnotiseur einen Menschen gegen seinen Willen hypnotisieren?
Nein. Niemand kann in den Zustand der Trance gezwungen werden. Wenn Sie es nicht wollen, funktioniert es auch nicht. Sie entscheiden darüber, ob Sie einen
solchen Zustand herbeiführen möchten, wie lange er dauern soll, wie tief er werden soll und wann Sie wieder erwachen möchten. Alles andere gehört ins Reich der Phantasie.
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Verliert man in Hypnose das Bewusstsein, also ist man vollkommen weg?
Nein. In Hypnose sind Sie sich die ganze Zeit bewusst über die Dinge, die um Sie herum passieren. Sie hören und verstehen auch alles, was der Therapeut Ihnen sagt.
Ebenso können Sie sich nach der Hypnose auch noch an alles erinnern.
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Gibt man in Hypnose irgendwelche Geheimnisse oder Jugendsünden preis?
Nein, natürlich nicht. Sie werden nichts sagen, was Sie nicht möchten. Wie bereits erwähnt, behalten Sie die vollkommene Kontrolle über alles, was während
der Hypnosesitzung passiert. Wenn der Hypnotiseur Ihnen eine Frage stellt, die Sie nicht beantworten wollen, so werden Sie - auch in Hypnose - entweder ausweichend antworten
oder "schummeln".
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