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Rückführungen (Regressionen) in Hypnose





Rückführungen (Regressionen) in Hypnose
Rückführungen (Regressionen) sind eine klassische Anwendung der Hypnosetherapie, der Klient kann in diesem Zustand Ereignisse aus seiner Vergangenheit gezielt nochmals erleben. Dabei handelt es sich um reale Erlebnisse, die er früher in seinem Leben hatte. Auch wenn diese Geschehnisse für den Klienten scheinbar schon längst vergessen sind und er sich nicht mehr daran erinnern kann, in seinem Unterbewusstsein ist das damals Erlebte immer noch gespeichert. Mit der Rückführungstechnik kann auf diese im Unterbewusstsein abgespeicherten Dinge zugegriffen werden.

Alle Erinnerungen können dabei lebensecht vor seinem inneren Auge gesehen werden. Bilder, Gefühle, Gerüche, alles was der Klient in diesem Moment erlebt hat, wird detailgenau von seinem Unterbewusstsein rekonstruiert. Der Klient kann dabei entscheiden ob er all diese früheren Geschehnisse noch einmal "live" erleben möchte, oder ob er die Situation (die dann wie ein Film vor ihm abläuft) als außenstehender Betrachter wahrnehmen will. Es besteht dabei auch die Möglichkeit, dass Szenen dieser Geschehnisse nach den Wünschen des Klienten beeinflusst werden können.

Therapeutisch sinnvoll ist eine solche Rückführung, wenn dem Klienten eine Möglichkeit gegeben werden soll, an einen bestimmten Punkt seines bisherigen Lebens zurückzukehren, um Geschehnisse emotional umzugestalten und ihre Auswirkung auf das aktuelle Leben zu verändern. Der Klient kann tiefenpsychologisch in sein Unterbewusstsein eingreifen und Erlebnisse umordnen, indem er beispielsweise Entscheidungen nachträglich anders fällt. Das Unterbewusstsein nimmt diese "Neuordnung" als real an und es entsteht eine Art Domino-Effekt, der das Potenzial hat, auch Folgeerlebnisse und Negativ-Gefühle, die auf diesem "Schlüsselerlebnis" beruhen, aufzulösen.

Weiterhin ist es mit der Rückführungstechnik möglich, fehlende Erinnerungen wieder zu rekonstruieren, Erinnerungslücken zu schließen und Traumata auflösen.

Selbstverständlich lässt man bei Rückführungen zu traumatischen Ereignissen den Klienten die Situationen nicht in lebensechter Form wiederholen. Der Klient sollte gerade bei diesen Geschehnissen einen emotionalen Abstand haben, der ihn die Situation aus seiner heutigen Sicht neutral sehen lässt. Eine neuerliche emotionale Belastung des Klienten sollte dabei weitestgehend vermieden werden.

Interessant ist bei dieser Methode auch, dass der Klient damit an die Ursache eines Problems - beispielsweise an eine bestimmte Auslöser-Situation - zurückgeführt werden kann, ohne dass er weiß, um welche Situation es sich dabei handelte. Das Unterbewusstsein führt ihn nach Aufforderung genau an diesen Punkt zurück.
Die Regression wird häufig auch in der Forensik (kriminalistische Medizin und Psychologie) eingesetzt. Sie dient hier dazu, die Erinnerungen von Zeugen von Straftaten zu verstärken. Damit lassen sich oft Hinweise gewinnen, die zur Täterergreifung führen können.