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Farbtherapie mit Hypnose





Farbtherapie mit Hypnose
Die positive Wirkung von Farben auf die Psyche ist unumstritten, schon in der Antike spielten Farben in der Heilkunde eine gewisse Rolle. Kranke wurden mit farbigen Pasten bestrichen oder in farbige Tücher eingewickelt. Auch Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich in seinen naturwissenschaftlichen Schriften eingehend mit Farben und deren Wirkung.

Die klassische Farbtherapie wird aber heute in der täglichen Praxis nur relativ selten genutzt. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Anwendung oft ein wenig umständlich zu handhaben ist und sich auch viele Therapeuten scheuen, einen Klienten längere Zeit auf eine Farbkarte starren zu lassen.

Auch die Bestrahlung mit farbigem Licht ist nicht immer optimal. Während sie für körperliche Anwendungen gut geeignet ist, lässt sie sich bei Anwendungen im emotionalen Bereich oft nur bedingt einsetzen:

Man kann einen Klienten nicht ohne weiteres längere Zeit in eine Lichtquelle schauen lassen (Gefahr für die Augen), eine Bestrahlung bei geschlossenen Augen hat aber eine stark geminderte Wirkung, da es durch die Augenlider zu einer Verfälschung kommt, ein Großteil der Farben herausgefiltert wird und somit die Wirkung drastisch geschmälert ist. Auch die Arbeit mit softeren Leuchtmitteln kann dieses Problem nur bedingt lösen, da sie einfach nicht die tatsächliche Intensität der gewünschten Farben erreichen.
Die Hypnosetherapie geht hier neue Wege. Durch Farbanwendungen in Trance wird die gewünschte Farbe direkt im Gehirn des Klienten erzeugt und kann so uneingeschränkt wirken. Da das Unterbewusstsein des Klienten die Farbe selbst manifestiert, wird sie nicht durch Filter verfälscht.

Ein weiterer Vorteil ist die Bindung der Konzentration des Klienten auf die Farbe. Beim Betrachten eines Farbkärtchens kann man es fast nicht vermeiden, dass die Gedanken des Klienten irgendwann abdriften. Der Klient denkt dann an alles mögliche, dies stößt in seinem Inneren neue Prozesse an und führt in Bezug auf die Wahrnehmung der Farbe zu einer Art "Störstrahlung". Das Sehzentrum schaltet sich immer weiter ab, wenn die Gedanken nicht bei der optischen Wahrnehmung sind. Dies führt im Verlauf einer normalen Farbtherapie-Sitzung unweigerlich dazu, dass die Wirkung der Farbe kontinuierlich nachlässt.

Bei der hypnotischen Farbtherapie wird der Klient durch Suggestionen an die Vorstellung der Farbe gebunden und diese entsteht immer wieder aufs Neue. Somit entsteht statt eines Gewöhnungseffektes eine kontinuierliche Vertiefung des Farberlebnisses. Desweiteren ist die Farbwahrnehmung nicht nur auf die Optik beschränkt. Der Klient wird dazu angeregt, eine Farbe regelrecht zu erfühlen und lernt die Unterschiede zwischen verschiedenen Farben kennen. Dadurch lässt sich sehr gut feststellen, welche Farben dem Klienten zuträglich sind, und welche sich weniger für ihn eignen.
Die Farbtherapie mit Hypnose ist eine spannende, häufig unterschätzte Anwendung, die auf tiefste emotionale Ebenen wirkt. Verschiedene Farben haben unterschiedliche Wirkungen auf unser Gehirn. Farben sind prinzipiell nichts anderes, als Lichtwellen in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Da auch unser Gehirn mit Gehirnwellen arbeitet, die auch unterschiedliche Frequenzen haben, wirken sich die Frequenzen der Farben direkt auf die Aktivität des Gehirns aus.

Aus dem Wohnbereich kennen wir das Phänomen: Das Zusammenspiel von Farben und Licht (Beleuchtung) zaubert eine gewisse Stimmung in unsere Räume. Und genau dies kann die Farbtherapie für Ihr ganzheitliches Empfinden leisten, eine gewünschte Stimmung in Ihren Körper und Ihre Seele zu zaubern. Eine Hypnosesitzung mit Farbtherapie ist wie eine kleine Auszeit vom Alltag, ist Balsam für die Seele.

Die hypnotische Farbtherapie ist als reine Wellness-Anwendung einsetzbar, um Ihr Wohlbefinden zu steigern, Sie zu entspannen und Ihnen zu mehr innerer Ruhe und Ausgewogenheit zu verhelfen. Andererseits ist ein Einsatz auch bei der medizinischen Hypnosetherapie als unterstützende Anwendung möglich, Grundlage ist dabei immer die positive Wirkung bestimmter Farben auf die Psyche.

Unzählige Studien aus der Psychologie, vor allem aber auch aus dem Marketingbereich haben die Wirksamkeit von Farben auf das menschliche Gefühlsleben eindeutig belegt. Gerade in der therapeutischen Arbeit können Farben deshalb einen beachtlichen Nutzen haben. Die Farbtherapie mit Hypnose lässt sich problemlos mit anderen Anwendungen verknüpfen. Dabei kann sie bei der jeweiligen Anwendung gezielt unterstützend wirken. Man kann die Farbtherapie zum Beispiel bei folgenden Problemstellungen unterstützend integrieren:
  • bei Depressionen und Antriebsmangel
  • bei innerer Unausgeglichenheit
  • bei Energiemangel
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • bei Nervosität und Überreizung
  • nach einem Burnout oder bei akuter Gefahr eines Burnout-Syndroms
  • bei Energieüberschuss, innerer Unruhe und Hyperaktivität
  • zur Steigerung der Konzentration und der Lernfähigkeit
  • zur Aktivierung der Selbstheilkräfte
  • zur Lösung von Blockaden und in der Traumatherapie
Mittlerweile hat sich die hypnotische Farbtherapie zu einer sehr beliebten Anwendung entwickelt. Wer einmal die intensive Wirkung von Farben - und auch die Wirkungsunterschiede der einzelnen Farben - selbst erlebt hat, der entwickelt meist ein ganz neues Bewusstsein für die tiefenpsychologische Wirkung harmonisierende Kraft dieser Methode.

Häufig kommt es bei bestimmten Farbtönen zu intensiven emotionalen Reaktionen des Klienten, manchmal besticht die Farbtherapie auch gerade durch ihre Neutralität: Es kommt vor, dass ein Klient über eine Farbe den Zugang zu seinem Problem oder seinem "Thema" bekommt, weil dieser Farbton Zugriff auf Areale des Unterbewusstseins erlaubt, die durch Sprache nur schwer (manchmal auch gar nicht) erreichbar sind.